Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Minerval-Grad

Der formale Eintritt in den O.T.O. erfordert die Teilnahme an einer körperlichen Initiationszeremonie, die der Grad des Minervals oder 0° genannt wird. Es ist die erste Initiation einer sechsstufigen Reise durch den ersten Zyklus von Einweihungen (0° bis P.I.), der als der des „Menschen der Erde“ bekannt ist. Gleichzeitig bietet es dem Teilnehmer die vollkommene Gelegenheit, unsere Mysterien als Gast ohne die langfristige Verpflichtung einer Mitgliedschaft zu erfahren. Die folgenden Fragen und Antworten wurden verfasst, um Ihnen zu helfen, sich zu entscheiden, ob die Initiation in den Grad eines Minervals für Sie das Richtige wäre.

De Lege Libellum, IV

LIBER CL DE LEGE LIBELLUM L–L–L–L–L   IV ÜBER DAS LICHT Ich bitte euch, habt Geduld mit mir bei dem, was ich über das Licht schreiben werde; denn hier besteht eine ständige, wachsende Schwierigkeit im Gebrauch der Worte. Zudem werde ich selbst fortwährend durch die Erhabenheit des Gegenstandes fortgerissen und überwältigt, so dass die einfache Sprache vielleicht in Lyrik dahinströmt, während ich mich doch friedlich mit didaktischen Ausdrücken abmühen möchte. Meine einzige Hoffnung ist, dass ihr vermöge der Sympathie eurer Intuition versteht, wie Liebende sich in einer Sprache unterhalten können, die anderen ebenso unverständlich wie albern, lächerlich und dumm erscheint;

De Lege Libellum, III

LIBER CL DE LEGE LIBELLUM L–L–L–L–L   III ÜBER DAS LEBEN Systole (Zusammenziehung des Herzens) und Diastole (Ausdehnung des Herzens), das sind die Phasen aller zusammengesetzten Dinge. Dazu gehört auch das Leben des Menschen. Seine Kurve steigt aus der Verborgenheit des befruchteten Eies, sagt ihr, zu einem Zenit empor, von wo es zum Nichts des Todes herabsinkt? Recht betrachtet ist das nicht ganz wahr. Das Leben des Menschen ist nur ein Abschnitt einer Serpentinenkurve, die bis in die Unendlichkeit reicht, und seine Nullpunkte bedeuten nur die Übergänge vom Plus zum Minus und vom Minus zum Plus, den Koeffizienten seiner Gleichung.

De Lege Libellum, II

LIBER CL DE LEGE LIBELLUM L–L–L–L–L   II ÜBER DIE LIEBE Es steht geschrieben „Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen.“ Hierin liegt ein Arkanum verborgen, denn in der griechischen Sprache hat AGAPE, Liebe, denselben Zahlenwert wie THELEMA, Wille. Hieraus erkennen wir, dass der Universale Wille seiner Natur nach Liebe ist. Nun ist die Liebe das Entflammen in Ekstase von Zweien, die den Willen lieben, Eins zu werden. Somit ist es eine universale Formel hoher Magie. Denn sieh hin, wie alle Dinge, die durch Trennung in Leid geraten sind, notwendigerweise Einheit als ihr Heilmittel wollen. Hier wacht auch die Natur

De Lege Libellum, I

LIBER CL DE LEGE LIBELLUM L–L–L–L–L   I ÜBER DIE FREIHEIT Von der Freiheit will ich euch zunächst schreiben, denn wenn ihr nicht frei seid zu handeln, so könnt ihr nicht handeln. Dennoch müssen alle vier Gaben des Gesetzes in gewissem Grade geübt werden, da diese vier eins sind. Aber für den Strebenden, der zum Meister kommt, ist das erste, was er braucht, Freiheit. Die große Fessel aller Fesseln ist Unwissenheit. Wie soll ein Mensch frei handeln können, wenn er nicht seine eigene Bestimmung kennt? Zu allererst musst du daher herausfinden, welcher Stern von allen Sternen du bist, deine Beziehung

Liber Israfel

LIBER ISRAFEL SUB FIGURA LXIV A∴ A∴ Veröffentlichung in Klasse B Imprimatur: N. Fra A∴A∴   Dieses Buch wurde früher Anubis genannt und bezieht sich auf den 20. Schlüssel, „Der Engel.“   Der Tempel ist in Dunkelheit und der Sprecher emporgestiegen auf seinem Platze; laß ihn beginnen mit einem Rituale des Eintretenden, wie folgt. Procul, O procul este profani. Bahlasti! Ompehda! Im Namen des Mächtigen und Schrecklichen verkünde ich, daß ich die Schalen in ihre Behausungen gebannt habe. Ich rufe Tahuti an, den Herren der Weisheit und der Rede, den Gott, der aus dem Schleier hervorkommt. O Du! Majestät der

Publikationen

Ordo Templi Orientis, und vor allem das Internationale Hauptquartier des O.T.O., gibt verschiedene periodisch erscheinende Publikationen heraus, die im Folgenden aufgeführt sind: The Equinox Seit ihrer Gründung im Jahre 1909 e.v. blickt diese Magazinreihe auf eine lange und erhabene Geschichte im Hinblick auf die Veröffentlichung der literarischen Werke des A∴ A∴ und des O.T.O. zurück. The Equinox, Vol. III, No. 10 enthält eine Vielzahl der Schriften Crowley’s über den O.T.O.. Eine neue Reihe wurde im Jahre 1996 e.v. begonnen. Die ersten zwei Ausgaben sind bereits erhältlich (zu beziehen über Samuel Weiser, Inc). Oriflamme Die (deutschsprachige) Oriflamme war das erste Publikationsorgan

Die Geschichte des O.T.O.

von Frater Sabazius X° et Frater AMT IX°   Der O.T.O. wurde offiziell zwar erst zu Anfang des 20. Jahrhunderts e.v. gegründet, doch erblickten mit ihm die verschiedenen Ströme der esoterischen Weisheit und Erkenntnis, die während der dunklen Zeitalter von politischer und religiöser Intoleranz von einander getrennt und in den Untergrund getrieben worden waren, erneut das Licht der Welt und wurden wieder zusammengeführt. Die Wurzeln des O.T.O. liegen in der Tradition der Freimaurerei, des Rosenkreuzertums und der illuministischen Bewegungen des 18. und 19. Jahrhunderts, der Kreuz- und Tempelritter des Mittelalters, sowie der frühen christlichen Gnosis und der heidnischen Mysterienschulen. Die