Die Geschichte des O.T.O.

von Frater Sabazius X° et Frater AMT IX°   Der O.T.O. wurde offiziell zwar erst zu Anfang des 20. Jahrhunderts e.v. gegründet, doch erblickten mit ihm die verschiedenen Ströme der esoterischen Weisheit und Erkenntnis, die während der dunklen Zeitalter von politischer und religiöser Intoleranz von einander getrennt und in den Untergrund getrieben worden waren, erneut das Licht der Welt und wurden wieder zusammengeführt. Die Wurzeln des O.T.O. liegen in der Tradition der Freimaurerei, des Rosenkreuzertums und der illuministischen Bewegungen des 18. und 19. Jahrhunderts, der Kreuz- und Tempelritter des Mittelalters, sowie der frühen christlichen Gnosis und der heidnischen Mysterienschulen. Die

E.G.C. – Ecclesia Gnostica Catholica

Der O.T.O. umfasst überdies die Ecclesia Gnostica Catholica (E.G.C.), die Gnostisch Katholische Kirche, die durch Dr. Gérard Encausse (Papus) im Jahre 1908 e.v. dem O.T.O. angegliedert wurde. Bei der E.G.C. handelt es sich um eine thelemische und religiöse Gemeinschaft, die sich dem Fortschritt des Lichts, des Lebens, der Liebe und der Freiheit vermöge des Gesetzes von Thelema widmet. Das Wort „Gnostica“ in ihrem Namen verweist auf das Prinizip von Gnosis („Wissen“) im Gegensatz zu Pistis („Glauben“), und „Catholica“ bedeutet „allumfassend“ oder „universell“. Im Mittelpunkt der Aktivität der E.G.C. steht das Zelebrieren der Gnostischen Messe, Liber XV, die von Aleister Crowley